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THEMA: Bowdenzüge

Bowdenzüge 2 Monate 5 Tage her #5299

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Es gibt viele verschiedene Angebote für Bowdenzüge, die angeblich Origonal oder einfach nur für die Pannonia sein sollen.
Aber es stellen sich auch Fragen:
Kaufe ich einen Satz oder Einzeln?
Kaufe ich die originale, markant sechseckige Form in Grau mit dem miserablen Endhüllen? ( die gefallen mir am besten)
Oder kaufe ich welche, die einfach nur als Originale angeboten werden?
Kaufe ich von ebay, aus einen deutschen online shop oder aus online aus Ungarn?

Alles nicht so einfach.

Woher weiß ich unabhängig davon, was es dann wirklich für Züge sind & ob sie passen?
Halten sie oder gibt es Probleme mit gerissenen oder rausgerutschten Zugseilen?

Das sind also viele Möglichkeiten bei denen sich jeweils noch zweifelhafte Fragen stellen.
Die Pannonia hat so einige Eigenheiten, die sie "einmalig" machen. Da ist die Ikone von Hexennase der vielen TLF, der majestätische Gang-Zeiger auf einen eimaligen oberen Getriebedeckel. Nicht zu vergessen die exzentrische Exzenter Schwingachse mit dem blickdichten Blechkettenkasten, viele, viele andre Dinge.. ABER: auch diese komischen sechseckigen Bowdenzüge in Grau.

Ich hab viel erlebt mit diesen Zügen aber sie haben zwischendurch eben auch über viele Tausende Kilometer fern ab der Heimat gehalten.
Deshalb mal auf Grund eines wieder mal gerissenen Gaszuges ein Fazit zu den 6-Eckigen in Grau.

Ich gehe davon aus, das diese Dinger immer noch in Ungarn hergestellt werden.
Wenn man sie neu bekommt, dann baut man sie erstmal ein & schaut, ob sie innerhalb der Stellschraube einigermaßen passen.
Auch die Hüllen sollten nicht zu lang oder zu kurz sein, damit sie sich "elegant" ans Motorrad "anschmiegen"
Das ist aber leider nicht so.
Der hintere Bremszug machte nie Probleme, die fetten Endnippel sind robust & der Zug passt auf Grund der langen Stellgewinde einigermaßen.
Bremse & Kupplung passten auch einigermaßen, laufen aber nie im links/rechts gleichmäßigen Bogen von den Handhebeln hinter den Scheinwerfer.

Aber einen Nachteil haben diese beiden Züge. Die oberen Lötnippel sind vom "Werk aus gefährlich"

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Die Nippel der Kupplung & Bremse sind oben oft nicht richtig ausgebohrt. Beim Verlöten muss ein Spliss als Verstärkung für das weiche Zinn in das Ende der Litze gedrillt werden. Aber da ist leider keine Platz im Nippel (siehe Bild) also ist der Zug letztendlich so oder so nur unzureichend verlötet.
Lötet man die rausgerutschte Litze einfach nur neu, und schleift das überschüssige Zinn ab, bringt das auf Dauer nichts.
Lösung: Auflöten - Litze & Zughülle perfekt auf Länge bringen - Nippel Aufbohren (Bild links) - mit Spliss neu verlöten - Lötwasser gut entfernen(wichtig)

Der graue 6-eckige Gasbodenzug ist ein Sorgenkind, weil:

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Auch er ist im Nachbau oben am Drehgriff-Nippel ohne diese so wichtigen Spliss verlötet. Dieser Nippel genau wie die Litze ist etwas kleiner als von Bremse & Kupplung. Also rutscht die Litze irgendwann raus.
Dann, oder am besten bevor man ihn überhaupt einbaut, verlötet man diesen mittegroßen Nippel neu.
Aber irgendwann bricht er ab, weil das Zinn die Litze auf den letzten Millimeter versteift.
Lösung: das flüssige Zinn darf außerhalb des Nippel nicht in die Litze laufen! Nach dem Löten Lötwasserreste gut entfernen!
Aber auch das nutzt irgendwann nicht mehr, weil: diese dünnere Gaszug Litze schlechte Qualität hat.
Das ist mir jetzt erst aufgefallen, als ich eine Litze vom BMW Fensterheber in der Hand hatte. Diese war zwar dicker, dennoch extrem biegsam & ging immer wieder in die gerade Form zurück.
Die Billiglitze aus "China" der Nachbauzüge ist zwar robust aber recht lang gedrillt & somit relativ steif - sie neigt zum Brechen.
Wickelt man nun die Litze beim Gasgeben über viele Kilometer & Stunden, 1000'te mal um den Drehgriff auf & ab, dann bricht sie in der Nähe der oberen Nippel irgendwann durch.
Endlösung: neue bessere, flexible Litze besorgen & diese in die 6-eckige Hülle einpassen & gewissenhaft Verlöten.

Die sicher ebenfalls "billigen" Brems & Kupplungslitzen haben diese Problem nicht, weil sie in Ihrer Funktion nicht wie am Gaszug gebogen/aufgewickelt werden. Sie ziehen lediglich gerade.

Jetzt könnte man sagen: Finger weg von diesen 6-eckigen Bowdenzügen aus Ungarn mit "China Litze". Aber mit Sicherheit werden runde, schwarze oder Züge angeblich Originale Qualitätszüge auch nicht richtig passen, selbst wenn sie besser halten sollten... ???

Ich muss dazu sagen: Ich hatte zwar so einige Probleme mit diesen Zügen aber ich eben nur alle paar Tausend km...

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Letzte Änderung: 2 Monate 5 Tage her von Rigo.
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Bowdenzüge 1 Woche 3 Tage her #5427

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Hi Rigo,

danke erstmal für diesen wertvollen Beitrag über das Bowdenzugthema. An diesen Zügen hängt ja Wort wörtlich unser Leben :)

Bei den originalen eckigen Bowdenzügen habe ich das Problem, dass fast alle geschlitzten Blechkappen sich aufgedrückt haben.
Mit der Zange zusammenpressen funktioniert nur bedingt, da sich dabei die gegenüberliegenden Blechteile der Kappe wieder auseinander drücken.

Hat jemand auch dieses Problem und eine Lösung dafür, die Kappen wieder ordentlich zu befestigen?
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Bowdenzüge 1 Woche 3 Tage her #5428

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Hier habe ich noch einen Link:

www.bowdenzugmanufaktur.de/home/

Diese Firma stellt jede Art von Bowdenzügen auf Wunsch her in sehr hoher Qualität.
Man kann ihnen auch Züge als Muster schicken und sie nehmen diese als Maß ab und bauen sie nach, auch mit Änderungswünschen z.B Endkappen.

Leider ist da alles andere als günstig. Jedoch ist die Qualität sehr hochwertig. Ich kenne viele Leute die speziell für Umbauten oder Oldtimer dort bestellen und habe selber für die Duplex meiner MZ dort einen Zug anfertigen lassen.
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Bowdenzüge 1 Woche 3 Tage her #5429

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Hallo Karsten, das scheinen ja wirklich hochwertige Züge zu sein. Ich hab an meinen klassischen Rennrädern auch Teflon beschichtete Züge als NOS Teile aus England bestellt, das ist alte Lagerware aus den 80er'n . Aber eben im Set & saugünstig bekommen.
Hier scheint das Kunststoff nicht als fettfreies "Gleitmittel" sondern "nur" als Wasserschutz & Stabilisator zu dienen. In Manufakturarbeit ist der Pries nun mal so wie er da ist. Leider sind es rein optisch & für Enthusiasten alles andere als Oldtimerzüge.
Wer gern die Dinge selbst macht, sollte sich originale Züge aufarbeiten oder neue Züge anpassen oder "Billigware" qualitativ verbessern.
Man muss es eben machen oder nicht...
Und dann ist da noch was: woher wissen 'die', wie die Maße der original Züge wirklich waren? Das Aussehen haut schon mal nicht hin... Die bekamen alte Maß-Muster von Oldtimer Freunden aber ob die stimmen, ist fraglich.

p.s. Seit Mai kann man schön zwischen 18.00 & 0.00 Uhr in kurzer Hose & T-Shirt ohne Strümpfe Pannonia fahren - von Biergarten zu Biergarten B)
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Bowdenzüge 1 Woche 3 Tage her #5430

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Preislich ist man definitiv günstiger, wenn man die Züge selber macht.
Ich bin auch am überlegen ob ich dies probiere.

Rohmaterial besorgen und die entsprechenden Presszangen/Zange.
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Bowdenzüge 1 Woche 3 Tage her #5434

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Keine Presszangen sondern einen:

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Bowdenzüge 1 Woche 2 Tage her #5439

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Die Presszange für die Endkappen :)

Lötkolben ist vorhanden, wenn mache ich die Nippel so wie du es oben beschrieben hast.
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